Erst wenn tiefste Ängste, intimste Geständnisse, größte Weisheiten und selbst der scheinbar größte Quatsch den gleichen Platz im Raum bekommen – ohne Verurteilung, ohne Filterung und ohne Beurteilung – entsteht die Dekohärenz, die die Basis ist. Ich spreche von der Basis der unendlichen Möglichkeiten, die wir ständig hätten – als das Gegenteil der geistigen Beschränkung in der wir uns bewegen und leben.
Geistige Behinderung ist allgegenwärtig, solange es Gedanken gibt, die wir uns nicht erlauben zu denken, und schon gar nicht sie laut auszusprechen. Solange dem so ist, leben wir in einer selbst auferlegten geistigen Beschränkung.
Wo haben wir das gelernt? Wer hat uns das beigebracht? Wer hat uns so geistig beschränkt gemacht? Was hat uns all die Möglichkeiten einer geistigen Unbeschränktheit geraubt? War es unsere Erziehung mit den mächtigen, mahnenden Worten: „Das tut man nicht; Das sagt man nicht; Das darfst du nicht einmal denken“? War es die Religion, die sich dröhnend mächtig und bestrafend über Alles stellt, mit irgendeiner Gottheit, die uns die Freiheit des freien Denkens untersagt? Oder war es unser Schulsystem, das indoktrinierend für gleichgeschaltetes Denken sorgt? Ich denke, es war weder das Eine noch das Andere, sondern die Kombination aus all dem Genannten.
Solange etwas nicht beurteilt, verurteilt, gefiltert und bewertet ist, beinhaltet es ALLE Möglichkeiten. Es ist nicht statisch und nicht stabil. Was nicht stabil ist, gibt uns keine Sicherheit, und es macht uns Angst. Genau das ist der Ansatz. Beurteile es, filtere es, verurteile es. Dann passt es in eine Schublade, dann ist es stabilisiert und macht dir keine Angst mehr. Weil jetzt kannst du es zuordnen. So einfach funktioniert das, sich selbst geistig zu behindern oder auch Andere – mit manipulativer Absicht – geistig zu behindern.